Von Koh Chang sind wir via Bangkok nach Hanoi geflogen. Das
Wetter hier in Vietnam ist nun wieder etwas kälter, ca. 20 Grad und etwas
bewölkt. Die erste Nacht haben wir in einem Hostel für CHF 12.- übernachtet
(Doppelzimmer mit eigenem Bad inkl. Frühstück). Es befindet sich mitten in der
Altstadt und in Hanoi hat es uns von der ersten Minute an gefallen. Wir sind dann auch
gleich (wie viele andere Vietnamesen und ein paar Touristen) an eine Strassenecke
auf kleine Plastikstühle gesessen, haben ein frisches Bier (bia hoi) für gerade
mal CHF 0.75 getrunken und das Leben beobachtet.
Am 22.12.2014 sind dann Petra’s Eltern angekommen. Es war
sehr schön, sie nach 2.5 Monaten wieder zu sehen und es gab natürlich viel zu
erzählen. Aber zuerst gings gleich ins Wasserpuppentheater zu einer Vorführung.
Die Geschichten spielen alle im Wasser und somit stehen auch die Puppenspieler
im Wasser und halten die Puppen an langen Bambusrohren. Ein Orchester und zwei
Sängerinnen begleiten die Vorführung. Es war schön, in diese Tradition
eintauchen zu können. Das erste Nachtessen genossen wir in einem sehr schönen
Restaurant mit typisch vietnamesischem Essen.
Am nächsten Tag besichtigten wir Hanoi. Wir gingen zuerst zum
Mausoleum, wo Ho Chi Minh (er war ein vietnamesischer Revolutionär und
Politiker, Premierminister und Präsident der Demokratischen Republik Vietnam)
aufgebahrt ist. Es war sehr eindrücklich, einerseits Ho Chi Minh zu sehen,
andererseits auch den immer noch präsenten Kommunismus zu sehen und spüren. Wir
kamen uns wieder ein bisschen vor wie in China (Tibet).
Wir liefen dann zum französischen Viertel. Vietnam war bis 1945 eine Kolonie von Frankreich und natürlich sind die Einflüsse noch heute zu sehen. So gibt es Kolonialhäuser, eine schöne Oper, edle Hotels und zum Frühstück Parisette-Brot. Nach diesen zwei Abstechern gingen wir wieder zurück in die quirlige Altstadt und bekamen bei einem „bia hoi“ viele Eindrücke des täglichen Lebens der Vietnamesen.
Wir liefen dann zum französischen Viertel. Vietnam war bis 1945 eine Kolonie von Frankreich und natürlich sind die Einflüsse noch heute zu sehen. So gibt es Kolonialhäuser, eine schöne Oper, edle Hotels und zum Frühstück Parisette-Brot. Nach diesen zwei Abstechern gingen wir wieder zurück in die quirlige Altstadt und bekamen bei einem „bia hoi“ viele Eindrücke des täglichen Lebens der Vietnamesen.
Weihnachten verbrachten wir an einem ganz speziellen Ort und
zwar auf einer Dschunke (Schiff) in der Halongbucht. Wir fuhren ca. 3 Stunden
nach Osten ans Meer und checkten dann auf die „Huong Hai Junks“ ein. Wir waren
nur 9 Personen auf dem Schiff (wo rund 20 Übernachten könnten). Die Schifffahrt
startete mit einem leckeren Mittagessen mit Fisch, Meeresfrüchten, Salaten,
Reis etc.
Am Nachmittag besichtigten wir eine riesengrosse
Tropfsteinhöhle, welche über hunderte von Jahren vom Meer geschaffen wurde.
Weiter gings zu einer Perlenzucht, wo wir zuschauen konnten, wie die Perlen
gezüchtet werden und wie viel Arbeit und Sorgfalt dahinter steckt. Zum Glück
war Weihnachten, denn für Marlise und Petra gab es eine schöne Halskette von
ihren Ehemännern ;-)
Unsere Schifffahrt führte uns vorbei an den typischen Kalkfelsen, welche aus dem Meer ragen. Es war etwas bewölkt und neblig, aber das machte die Stimmung sehr mystisch.
Am Abend startete dann die Weihnachtsparty (im wahrsten Sinne des Wortes!) für uns 9 Gäste. Die Crew war sehr aufgeregt. Wir durften tanzen, Partyspiele machen, bekamen Geschenke und natürlich ein leckeres, 13-gängiges Galadinner.
| unser Zimmer auf dem Schiff |
Unsere Schifffahrt führte uns vorbei an den typischen Kalkfelsen, welche aus dem Meer ragen. Es war etwas bewölkt und neblig, aber das machte die Stimmung sehr mystisch.
| unsere Dschunke |
| schwimmender Kiosk |
Am Abend startete dann die Weihnachtsparty (im wahrsten Sinne des Wortes!) für uns 9 Gäste. Die Crew war sehr aufgeregt. Wir durften tanzen, Partyspiele machen, bekamen Geschenke und natürlich ein leckeres, 13-gängiges Galadinner.
Der nächste Tag startete mit Tai Chi auf dem Deck des
Schiffes. Nach dieser Morgengymnastik und dem Frühstück waren wir fit um einen
Kalksteinfels zu besteigen. Belohnt wurden wir mit einer tollen Aussicht auf
die Bucht. Nach diesem einmaligen Erlebnis in der Halongbucht hatten wir einen
Transfer nach Ninh Binh. Dort ist die trockene Halongbucht, wo es auch sehr
viele Kalksteinfelsen hat.
Am 26.12.2014 sind wir zuerst mit dem Velo durch ein Dorf und
an Reisfeldern vorbei gefahren bis zu einem Fluss. Von dort aus machten wir
eine ca. einstündige Bootsfahrt auf dem ruhigen Fluss und vorbei an
Reisfeldern, Kalksteinfelsen, einheimischen Leuten und zwei Höhlen. Es ging
dann wieder retour mit dem Velo und 12km weiter zu 2 Pagoden, wo vor hunderten
von Jahren die Hauptstadt von Vietnam war. Zum Zmittag gab es eine typisch
vietnameische Nudelsuppe und dann fuhren wir zurück nach Hanoi. Von dort aus
flogen wir in ca. einer Stunde weiter südlich nach Hue.
| Coiffeur |
Hue wird als Kaiserstadt bezeichnet, da früher viele Kaiser
hier wohnten. Wir hatten mit Mister Son eine Stadtführung. Zuerst fuhren wir
auf dem Parfümfluss in einem Drachenboot. Ein solches Schiff wird von einer
Familie betrieben. Die Familie lebt auf dem Schiff und am Tag führen sie
Touristen herum.
Wir besichtigten einige Sehenswürdigkeiten wie die „Himmlische Frauenpagode“, die Zitadelle mit der verbotenen Stadt und der Kaiserstadt und zwei Kaisergräber. Ebenfalls konnten wir zuschauen, wie die Räucherstäbchen und die typischen Reishüte hergestellt werden. Es ist unglaublich – und für uns sehr eindrücklich – wie viel Handarbeit in einem simplen Räucherstäbchen steckt…! Da es im Norden von Vietnam Winter ist, hat es den ganzen Tag geregnet.
Wir besichtigten einige Sehenswürdigkeiten wie die „Himmlische Frauenpagode“, die Zitadelle mit der verbotenen Stadt und der Kaiserstadt und zwei Kaisergräber. Ebenfalls konnten wir zuschauen, wie die Räucherstäbchen und die typischen Reishüte hergestellt werden. Es ist unglaublich – und für uns sehr eindrücklich – wie viel Handarbeit in einem simplen Räucherstäbchen steckt…! Da es im Norden von Vietnam Winter ist, hat es den ganzen Tag geregnet.
Von Hue aus fuhren wir am nächsten Tag an der Küste entlang
und über den Wolkenpass nach Hoi An. Der Wolkenpass ist die Wetterscheide
zwischen Nord- und Südvietnam und war lange Zeit die Grenze zwischen dem Süden
und dem Norden. Auf der Passhöhe erinnern Bunker der Amerikaner an den
Vietnamkrieg. Die Vietnamesen sind sehr stolz auf ihre Armee, viele Zivile tragen
sogar einen Militärhelm oder –hut. Auch sagen uns einige, dass sie heute keinen
Groll mehr auf die Amerikaner haben. Uns wird immer wieder bewusst, dass der
Krieg noch nicht lange vorbei ist und wir können uns gar nicht vorstellen, wie
schlimm diese Zeit war. Trotzdem sind die Vietnamesen sehr offene und
hilfsbereite Menschen – gerade auch gegenüber westlichen Touristen.
Von Hoi An waren wir sehr begeistert. Die Stadt ist eine
ehemalige Hafenstadt, wo sich auch Chinesen und Japaner niedergelassen haben.
Da die Stadt unbedeutend (der Hafen „versandete“) wurde, wurde sie im Krieg
nicht zerstört. Deshalb ist in Hoi An das ursprüngliche Vietnam zu finden. Die
Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, da sie als gut
erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens zeigt. Hoi An wird
auch die Stadt der Lampione genannt. Überall gibt es schöne handgemachte
Lampione zu kaufen und am Abend werden sie zur Dekoration angezündet. Die
Stimmung ist wunderbar. In Hoi An haben wir einige alte Häuser und Tempel
angeschaut, „käfelet“, gut gegessen und natürlich bei einem der vielen Schneider
massgefertigte Hemden, Hosen und Blazer schneidern lassen. Hoi An ist bekannt
dafür und für 18.- gibt es ein massgeschneidertes Hemd in sehr guter Qualität.
Der Schnitt und Stoff kann ausgewählt werden, dann wird man gemessen. Am
nächsten Tag ist es zur Anprobe bereit. Wenn noch etwas abgeändert werden muss,
dann wird dies gleich vor Ort gemacht. Einfach unglaublich!
Ein Highlight war auch der Kochkurs, den wir in Hoi An machten. Er startete mit einem Besuch eines Kräuter- und Gemüsedorfes, wo viel angepflanzt wird. Nach einem feinen Getränk mit Passionsfrucht, Zitrone etc. gingen wir an den lokalen Markt. Dort kauften wir weitere Zutaten für die Menüs ein und fuhren anschliessend zur Kochschule. Es war sensationell organisiert und wir durften eine Nudelsuppe, Crevetten in Bananenblättern, Fisch und einen Bananenblumen-Poulet-Salat kochen. Mit der Unterstützung von 4 Helferinnen (für 8 Teilnehmer) klappte dies sehr gut und das Essen war sehr lecker. Wir genossen den Tag und hatten viel Spass.
Ein Highlight war auch der Kochkurs, den wir in Hoi An machten. Er startete mit einem Besuch eines Kräuter- und Gemüsedorfes, wo viel angepflanzt wird. Nach einem feinen Getränk mit Passionsfrucht, Zitrone etc. gingen wir an den lokalen Markt. Dort kauften wir weitere Zutaten für die Menüs ein und fuhren anschliessend zur Kochschule. Es war sensationell organisiert und wir durften eine Nudelsuppe, Crevetten in Bananenblättern, Fisch und einen Bananenblumen-Poulet-Salat kochen. Mit der Unterstützung von 4 Helferinnen (für 8 Teilnehmer) klappte dies sehr gut und das Essen war sehr lecker. Wir genossen den Tag und hatten viel Spass.
Petra’s Eltern reisten am 31.12.2014 weiter an den Strand von
Mui Ne und dann ins Mekongdelta. Wir blieben noch einen Tag in Hoi An und
feierten dort Silvester. Am 1. Januar ging es für uns mit dem Zug 10 Stunden
weiter in den Süden nach Nha Trang. Die Zugfahrt war überraschenderweise sehr
angenehm mit Polstersessel und ganz vielen Essenswägen, die ständig
vorbeifahren und einem beispielsweise eine leckere Chicken-Suppe zubereiten. Und
das Tollste: Wir waren wieder einmal die einzigen Touristen im Zugwagen!
Auch Vietnam gefällt uns sehr gut und es ist ein total
anderes Land, als die bisher besuchten. Wir spüren hier die Offenheit und die
verschiedensten Einflüsse der Franzosen, Amerikaner, Buddhisten, Katholiken,
Chinesen etc. Wir freuen uns auf die Weiterreise und in Ho Chi Minh City (Saigon)
treffen wir nochmals Petra’s Eltern.
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