Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus in ca. 9 Stunden nach
Nyaung Shwe, wo der Inle Lake ist. Wir verbrachten dann einen ganzen Tag mit
einem Guide auf dem Inle Lake, was sehr eindrücklich war. Der Inle Lake ist die
Lebensgrundlage für 200‘000 Menschen. Sie leben in Stelzenhäusern am und im
See. Der See wird für alles benötigt: als Dusche, zum Kleider waschen, um
Gemüse anzupflanzen, als Klo, als Transportweg, zum Fischen etc. Es war sehr
spannend, den Menschen beim täglichen Leben zuzuschauen. Wir besuchten eine
Weberei, wo aus einer Lotuspflanze einen Faden gewonnen wird, der dann zu Stoff
verarbeitet wird. Weiter besuchten wir auch eine Zigarrenmanufaktur. Frauen
stellen dort von Hand Zigarren her, welche in Blätter gewickelt sind. Es gibt
Zigarren mit Bananen-, Honig-, Anis- und Minzengeschmack und sie schmecken
wirklich gut. Das Mittagessen gab es bei Einheimischen und zwar wurden uns die
feinen Shan-Nudeln serviert. Sie sind bekannt im Shan-Staat, wo sich auch der
Inle-Lake befindet. Wir waren beeindruckt von dem Leben auf dem See und diesem
tollen Tag.
In Nyaung Shwe gibt es eine Familie, die ein traditionelles
Marionettentheater betreiben. Jeden Tag gibt es drei Aufführungen à 30 Minuten.
Wir haben uns das Theater angeschaut und waren beeindruckt von dem Können und
den schönen Puppen.
Das erste Mal auf unserer Reise kamen wir in Versuchung
einheimischen Wein zu probieren. Wir mieteten ein Fahrrad für einen Tag (CHF
1.40) und fuhren ca. 40 Minuten zum Weingut „Red Mountain“. Die Aussicht war
wunderbar, der Wein jedoch gewöhnungsbedürftig. Wir hatten auf jeden Fall Spass
an unserer Fahrradtour (auch wenn wir das Schloss nicht mehr öffnen konnten)
und der Weindegustation.
Von Heho (in der Nähe von Nyaung Shwe) flogen wir mit einer
kleinen Propellermaschine in einer Stunde nach Yangon. Der Flughafen von Heho
scheint wie vor 50 Jahren. Das Gepäck wird von Hand zum Flugzeug gebracht und
wenn man einsteigen kann, wird ein Schild hochgehalten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen