Von Yangon flogen wir in 50 Minuten nach Mandalay. Das Gepäck
wurde von Hand gewogen und angeschrieben. Ebenfalls das Flugticket wurde von
Hand ausgefüllt. Aber es klappte alles bestens und wir bekamen sogar einen
feinen Kaffee im Flugzeug.
Mandalay klingt nach einer schönen Stadt. Jedoch ist die
Stadt selber staubig und mit den vielen Motorbikes hat es sehr viel Verkehr.
Wir machten uns zu Fuss auf den Weg. Nach ca. 3 Stunden herumlaufen haben wir
dann endlich ein relativ hübsches Restaurant gefunden und wieder einmal eine
Pizza gegessen.
Uns ist aufgefallen, dass es am Strassenrand ca. alle 50
Meter Tontöpfe und einen Becher hat. Unser Guide hat uns erklärt, dass die
Burmesen dort Trinkwasser spenden (das werde im Buddhismus so gemacht). Andere
Leute oder Mönche können dann an diesen Stellen Wasser trinken und sollen
dadurch viel Glück erhalten.
Rund um Mandalay ist es sehr schön. Am nächsten Tag besuchten
wir das Dorf Inwa, das auf einer Insel gelegen ist. Mit einer Fähre überquerten
wir den Fluss und mit einer Pferdekutsche machten wir eine Tour in der ehemaligen
Hauptstadt.
Wir gingen zum Kloster „Bagaya Kyaung“, welches fast ausschliesslich aus Teakholz ist. Heute ist dort eine Schule für Mönche. Weiter sahen wir den etwas schiefen Nanjyin-Wachturm und die Festung „Maha Aungmye Bonzan“. In Inwa leben die Menschen wie vor 200 Jahren bei uns. Das Leben ist sehr einfach.
Wir gingen zum Kloster „Bagaya Kyaung“, welches fast ausschliesslich aus Teakholz ist. Heute ist dort eine Schule für Mönche. Weiter sahen wir den etwas schiefen Nanjyin-Wachturm und die Festung „Maha Aungmye Bonzan“. In Inwa leben die Menschen wie vor 200 Jahren bei uns. Das Leben ist sehr einfach.
Am Mittag picknickten wir in einem Kloster am Fusse des
Sagaing-Berg. In Sagaing hat es unzählige Klöster. Ältere Menschen, welche Ruhe
haben möchten, kommen hier hin und leben als Mönch oder Nonne in einem Kloster.
Es kam uns vor, wie ein Altersheimdorf. Im Kloster, wo wir am Mittag waren,
wohnt z.B. ein 75 jähriger Mönch. Er ist seit 37 Jahren hier und hat uns sein
Haus (bestehend aus einem Zimmer) gezeigt. Er war sehr stolz auf sein einziges
Foto, wo er als kleiner Junge mit seinen Eltern abgebildet ist. Sein Bett
besteht aus einer Holz-Pritsche und er hat lediglich ein Kopfkissen für ein
bisschen Komfort!
Die Mönche hier in Burma gehen jeden Morgen auf die Strasse
und sammeln Essen. Sie leben also von Spenden der lokalen Bevölkerung. Sie
gehen dann zurück ins Kloster und essen um 11:00 Uhr. Nach 12:00 Uhr bis zum
nächsten Tag wird nichts mehr gegessen. Am Nachmittag meditieren und lernen
sie. Wer hier Mönch oder Nonne ist, ist sehr angesehen. Wir sehen oft auch
kleine Jungen, die ca. 10 Jahre alt sind und bereits Mönche sind.
Nach dem leckeren Mittagessen (natürlich Reis mit Gemüse und
Tofu) genossen wir die Aussicht über Mandalay. Überall entdeckten wir die
goldigen Spitzen von Pagoden.
Am späteren Nachmittag waren wir dann in Amarapura, wo die
berühmte U-Bein Brücke ist. Mit 1.2 Kilometer ist sie die längste Brücke aus
Teakholz. Wir liefen auch auf der Brücke, die 1060 Pfähle hat. Für den
Sonnenuntergang haben wir uns in einem Holzboot herumfahren lassen und die
super tolle Stimmung genossen.
Myanmar ist definitiv eine Reise Wert und nicht um sonst
heisst es „Land des Lächelns“. Man merkt, dass es den Tourismus noch nicht so
lange gibt (Bankautomaten funktionieren nicht überall, aber immerhin kann man
Geld holen und muss nicht mehr Dollar tauschen) und die Einheimischen sind
immer wieder erstaunt über uns Weissen. Heute ist uns eine Frau hinterher
gerannt und hat Petra umarmt und gesagt „you are so beautiful“. Sie wollte uns
fast nicht mehr weitergehen lassen. So gibt es immer wieder sehr herzliche
Begegnungen. Auch die Hilfsbereitschaft der Menschen ist unglaublich. Steht man
1 Minute am Strassenrand und schaut sich die Karte an, wird man bereits gefragt
„can I help you?“. Oder zum Beispiel hatten wir sogar einen persönlichen
Toiletten-Assistenten, der uns zuerst den Weg zeigte, dann die Toilettentür
öffnete, nachher den Wasserhahn aufdrehte, Seife herausdrückte und am Schluss
noch ein Tuch hingehalten hat um unsere Hände zu trocknen. Als ob dies nicht
schon genug (oder zu viel) wäre hat er sich jedes Mal noch mit gefalteten Händen
vor uns verbeugt!
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